Bericht von der Mieterversammlung am 07.09.2019
von Super User
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Am Samstag, den 7. September, haben sich 20 Mieter und Mieterinnen zur einer ersten Versammlung im Frankfurter Nordend zusammengefunden. Anlässe dafür gibt es mehr als genug: Vermieter, die notwendige Reparaturen nicht durchführen wollen oder mit den Betriebskosten tricksen; Verdrängungen durch Luxussanierungen und den dem damit verbundenen steigenden Mietkosten; die Angst bei Eigentümerwechsel vor der Umwandlung der eigenen Wohnungen in Eigentumswohnungen; Mobbing und Drangsalierungen durch die Vermieter, um „lästige“ Mieter zum Ausziehen zu bewegen;

willkürliche Mieterhöhungen, die nur funktionieren, weil viele Mieter und Mieterinnen noch nicht ausreichend über den rechtlichen Rahmen Bescheid wissen und diese dann einfach zahlen, obwohl sie nicht rechtens sind.

All diese Probleme machen deutlich, dass wir uns als Mieter und Mieterinnen zusammenschließen müssen, um der drückenden Wohnungskrise etwas entgegenzusetzen, da die Vermieter immer versuchen werden, die Unwissenheit vieler Mieter auszubeuten und teilweise zu illegalen und halblegalen Mitteln greifen, um ihre Interessen durchzusetzen.

Auch wurden auf der Versammlung, Erfahrungen geteilt, die die leidenschaftliche Auseinandersetzung einzelner Mieter gegen ihren Vermieter zeigten. Doch alleine diese Auseinandersetzungen zu führen, ist anstrengend und kräftezehrend. Auch deshalb haben wir uns am Samstag versammelt, um diese Vereinzelung zu überwinden und uns gegenseitig zu unterstützen und zu helfen.

Die Diskussion verlieft produktiv. Es wurden zwei Arbeitsgruppen (AG Vonovia u. AG Erfahrungsdossier) gebildet, die sich bis zum nächsten, gemeinsamen Arbeitstreffen am Dienstag, 22. Oktober, 19 Uhr (Ort wird noch bekannt gegeben, wir suchen einen Raum, der nicht zu teuer und gut zu erreichen ist im Nordend), treffen und sogar erste Aktivitäten planen und umsetzen werden.

Zu allen Treffen ist jeder Mieter und jede Mieterin herzlich willkommen.